Ein sehr großer Unterschied zwischen Sozialismus und Konservatismus ist der Gleichheitsgrundsatz. Während Konservative davon ausgehen, es gibt eine Gleichheit, jeder hat die gleichen Rechte, jeder ist vor dem Gesetz gleich, "konstruieren" Sozialisten die Gleichheit. Wenn eine Statistik sagt - von mir aus - 30% der Abiturientinnen, aber 70% der Abiturienten schließen erfolgreich ein Studium ab, wollen Sozis dies so lange regulieren, bis die Statistik das Ergebnis 70:70 hat. Außer konservativer Sicht entsteht dadurch Ungleichheit - und auch Ungerechtigkeit -, weil dazu eine bestimmte Gruppe bevor- oder benachteiligt werden muss und somit viel mehr Ungleichheit entsteht. Es gibt viele Arten von Quoten, ich möchte mich nun ausschließlich auf die Frauenquote beziehen, da diese - zumindest in Deutschland - am meisten relevant ist. Die Frauenquote gibt es vor allem in Firmen. Ich persönlich finde dies sehr ungut, weil somit eine Person einer anderen vorgezogen werden kann, nur weil sie eine Frau ist. Als Frau hätte ich sogar ein echtes Problem damit. Ich wäre mir nie sicher, ob ich einen Job bekommen habe, weil ich kompetent bin, oder weil ich eine Frau bin. Während es in der Berufswelt noch relativ leger verläuft, kann man natürlich auch alles übertreiben. Übertreiben tut es beispielsweise das Studierendenparlament der Universität Trier.
Die quotierte Rednerliste ist zum Beispiel eine lustige Erfindung. Wenn ich mich nicht verzählt habe, so gibt es 5 Frauen im Studierendenparlament. Dagegen haben 20 Männer einen Sitz. Die Idee der quotierten Rednerliste ist es nun, Frauen und Männer abwechselnd sprechen zu lassen. Mit Sinn und Zweck der "strukturellen Ungleichheit der Frau" zu entgegnen. Es gibt tatsächlich eine strukturelle Ungleichheit zwischen Mann und Frau. Diese entsteht jedoch ausschließlich durch die Frauenquote. Da es viel weniger Frauen im Studierendenparlament gibt und Frauen vielvielvielvielviel seltener das Wort ergreifen, bemerkt man die quotierte Rednerliste eigentlich gar nicht. In der letzten StuPa-Sitzung kam es beispielsweise erst nach mehreren Stunden zur Wortmeldung einer Frau.
Soll im Studierendenparlament eine Diskussion - langsam - beendet werden, so können die Parlamentarier die "Schließung der Rednerliste" beschließen. Diese wird dann gedeckelt, alle Leute, die draufstehen, dürfen noch sprechen, aber es werden keine Wortmeldungen mehr zugelassen. Zumindest nicht von Männern. Denn Frauen können sich jetzt noch "nachquotieren" lassen. Es können sich nach Schließung der Rednerliste, jetzt noch eine Anzahl von Frauen melden, die auch noch etwas sagen möchte. Warum man die Liste dann geschlossen hat, weiß nur Gott.
Auch Gremien werden generell gerne quotiert. Warum sollen in einem Vorstand mehr Männer als Frauen sitzen dürfen? Oder in einem Arbeitskreis. Oder in einem Ausschuss. Naja, vielleicht, weil es einfach mehr interessierte Männer gibt. Oder weil zufälligerweise mehr Männer kompetenter sind als die Frauen. Das klingt nach struktureller Ungleichheit. Es klingt nur danach, denn strukturelle Ungleichheit geschieht dann erst, in dem man auch dies quotiert.
Kleiner Einschnitt: Seit wenigen Monaten hat die SPD eine Migrantenquote für alle Vorstände auf allen Ebenen eingeführt. So müssen 15% der Mitglieder in SPD Führungsgremien Migranten sein. Abgesehen von der Tatsache, dass diese Quote extrem hirnrissig ist, frage ich mich ernsthaft, wie es durchgesetzt werden soll. Mit Hilfe von Abstammungsurkunden? Die sind glücklicherweise und zurecht ziemlich aus der Mode gekommen.
Zurück. Was macht man aus der ganzen Situation? Ich meine, wenn es ja schon die Möglichkeit gibt, eine offizielle Ungleichbehandlung zwischen Mann und Frau durchzusetzen, so müsste sich doch genau diese auch irgendwie ausnutzen lassen können. Dazu gleich mehr.
Es wurden in der letzten StuPa-Sitzung diverse Ausschüsse besetzt. Der Finanzprüfungsausschuss zum Beispiel oder der Wahlausschuss. Und besetzt wurde auch der Satzungsänderungsausschuss. Lustig ist hier, für eine Satzungsänderung benötigt die Koalition auch Stimmen aus der Opposition. Wert auf die Mitarbeit der Opposition in diesem Ausschuss wird dennoch nicht gelegt. Ich bin dann mal gespannt, wie viele Satzungsänderungen in dieser Legislatur verabschiedet werden. Wir wollten in diesem Ausschuss auch einen Sitz mit dem RCDS besetzen und stellten somit eine Frau auf. Von den anderen Fraktionen wurden eine weitere Frau und sieben Männer aufgestellt. Die Koalition wollte wohl unter sich bleiben und hat somit die Sitzanzahl auf 5 begrenzt. Ich habe im Kopf 1 und 1 zusammengezählt und habe dann - ich kann es immernoch nicht so ganz glauben - den Antrag auf Quotierung des Ausschusses gestellt. Die Koalition war scheinbar begeistert, jedenfalls stimmte sie komplett diesem Antrag zu. Zwei Frauen mussten jetzt in jedem Fall rein, unser Platz war sicher. Mission accomplished. Es war schon eine ziemlich coole Aktion sich als RCDS für Quotierung einzusetzen und dies dann noch so "gemein" auszunutzen - Ok, Eigenlob stinkt.
In Konklusion: Bei "Quotierung extrem im StuPa" wird eine nichtvorhandene strukturelle Ungleichheit durch eine strukturelle Ungleichheit ersetzt. Was das jetzt genau bringen soll, weiß ich auch nicht. Ich weiß aber was es bringt: Ungleichheit.
Kleiner Einschnitt: Seit wenigen Monaten hat die SPD eine Migrantenquote für alle Vorstände auf allen Ebenen eingeführt. So müssen 15% der Mitglieder in SPD Führungsgremien Migranten sein. Abgesehen von der Tatsache, dass diese Quote extrem hirnrissig ist, frage ich mich ernsthaft, wie es durchgesetzt werden soll. Mit Hilfe von Abstammungsurkunden? Die sind glücklicherweise und zurecht ziemlich aus der Mode gekommen.
Zurück. Was macht man aus der ganzen Situation? Ich meine, wenn es ja schon die Möglichkeit gibt, eine offizielle Ungleichbehandlung zwischen Mann und Frau durchzusetzen, so müsste sich doch genau diese auch irgendwie ausnutzen lassen können. Dazu gleich mehr.
Es wurden in der letzten StuPa-Sitzung diverse Ausschüsse besetzt. Der Finanzprüfungsausschuss zum Beispiel oder der Wahlausschuss. Und besetzt wurde auch der Satzungsänderungsausschuss. Lustig ist hier, für eine Satzungsänderung benötigt die Koalition auch Stimmen aus der Opposition. Wert auf die Mitarbeit der Opposition in diesem Ausschuss wird dennoch nicht gelegt. Ich bin dann mal gespannt, wie viele Satzungsänderungen in dieser Legislatur verabschiedet werden. Wir wollten in diesem Ausschuss auch einen Sitz mit dem RCDS besetzen und stellten somit eine Frau auf. Von den anderen Fraktionen wurden eine weitere Frau und sieben Männer aufgestellt. Die Koalition wollte wohl unter sich bleiben und hat somit die Sitzanzahl auf 5 begrenzt. Ich habe im Kopf 1 und 1 zusammengezählt und habe dann - ich kann es immernoch nicht so ganz glauben - den Antrag auf Quotierung des Ausschusses gestellt. Die Koalition war scheinbar begeistert, jedenfalls stimmte sie komplett diesem Antrag zu. Zwei Frauen mussten jetzt in jedem Fall rein, unser Platz war sicher. Mission accomplished. Es war schon eine ziemlich coole Aktion sich als RCDS für Quotierung einzusetzen und dies dann noch so "gemein" auszunutzen - Ok, Eigenlob stinkt.
In Konklusion: Bei "Quotierung extrem im StuPa" wird eine nichtvorhandene strukturelle Ungleichheit durch eine strukturelle Ungleichheit ersetzt. Was das jetzt genau bringen soll, weiß ich auch nicht. Ich weiß aber was es bringt: Ungleichheit.